Samstag, 16. Mai 2009

Bahnhofratgeber

Fast täglich bin ich am Bahnhof. Da lässt es sich nicht vermeiden, das man ein Bahnhofprofi wird. Deshalb gebe ich euch diese Tipps weiter. Ich werde euch in den sparten Bahnhofverkehr, Hygiene und Platznachbarn nicht ganz ernstzunehmende Tipps geben....

Bahnhofverkehr:
Also, erstmal zu Beginn, im Bahnhof schlendert man nicht. Nur ältere, körperlich beeinträchtigte oder kranke Menschen dürfen das. Da gibt es keine Schaufenster, keine Gemälde und auch keine Sonne, also so schnell wie möglich raus aus dem stickigen, dunklen, lauten Bahnhof. Also das heisst auch, es wird nicht während dem gehen gelesen, SMS geschrieben oder geknutscht! Um nicht immer allen Menschen ausweichen zu müssen und Slalom zu laufe, hier zwei Verhaltenstipps: Also, als erstes, Rücken gerade und Brust raus. Laut Psychologie soll das stärke vermitteln. Funktioniert aber nicht ganz, jedenfalls bei mir nicht. Besser hilft, Blick auf den Boden. Wenn man immer nach vorne schaut habe alle Menschen das Gefühl, die schaut ja, warum soll ich dann ausweichen. Schaut man auf dem Boden nimmt die Natur seinen natürlichen Lauf und beide gehen zur Seite, ohne ineinander zu knallen. Am Schluss erläutere ich euch noch eine Idee wie man den Bahnhofverkehr optimieren könnte.

Platznachbarn:
Wenn man ein paar Tipps beachtet kann man unerwünschte Platznachbarn im Zug vermeiden. Also, erstmal hat immer eine Gosse Tasche bei euch,die ihr neben euch auf den Platz legen könnt. Dann steckt euch Kopfhörer in die Ohren und hört Musik. Dazu dürft ihr nie Blickkontakt mit jemandem aufnehmen. Also am besten etwas lesen oder aus dem Fenster schauen. Nur muss man sich dann auch überlegen ob sich der Aufwand lohnt oder ob es nicht einfacher ist den Platz frei zu halten. Meisten ist man ja auch nicht lange im Zug....

Hygiene:
Also, erster Tipp, immer mindestens ein Fläschchen Händedesinfekionsmittel in der Tasche haben, falls ihr einen dieser Tipps nicht einhalten könnt. Also, keine Geländer, Stangen oder Knöpfe berühren. Also wenn ihr euch an einem Geländer halten oder im Bus an einer Stange euch halten möchtet, Pulloverärmel über die Hand ziehen. Bei den Knöpfen (Lift, Bus, Zug etc)auch nur berühren mit dem Ärmel oder einer Zeitung oder einem andern Gegenstand. Ach ja,Türfallen sind natürlich auch Tabu. Die kann man ja mit dem Ellenbogen oder den Füssen öffnen. Dann zu den Toiletten. Da ist ganz viel zu beachten. Also, logisch ist ja, das man sich nicht hinsetzt. Dann immer die ersten 3-5 Klopapierblätter verwerfen. Man weiss nie, was damit vorher gemacht wurde. Dann, nachdem man de Klospülung benutzt hat möglichst nicht mehr an den einen Kleidern oder Taschen ankommen. Sofort zum Lavabo gehen und die Hände mit viel Seife waschen. Wer jetzt den ersten Tipp mit dem Händedesinfektionsmittel beachtet hat, kann das jetzt verwenden. Dann die Türfalle, habe ich ja schon erwähnt, die darf man nie berühren. In einer Toilette erst recht nicht. Sehr viele Menschen waschen sich die Hände nach dem Toilettenbesuch nicht. Bei der Tür aus der Toilette gibt es aber noch eine andere Möglichkeit die Tür zu öffnen ausser mit Ellenbogen oder Fuss. Man will ja all die Bakterienauch nicht am Ellenbogen.... Also nehmt ein Handabtrocknungstuch mit und öffnet die Türe damit. Kann man ja drassen dann wegschmeissen. Aber es geht auch einfacher, sogar zwei einfachere Möglichkeiten gibt es. An den grossen Bahnhöfen gibt es die WC Anlagen McC***n. Die sind immer sauber. Oder billige geht es so, das man einfach immer zu hause auf die Toilette geht.
All diese Tipps können wertvoll sein. Aber alle anwenden? Wie sagt man so schön: Ein bisschen Dreck schadet nicht. Und der beste Tipp ist immer noch, zu hause einfach die Hände waschen, wenn man nach Hause kommt. Dann braucht man nämlich all die anderen Dinge nicht zu beachten und genügt völlig. Wir haben ja auch noch ein Immunsystem;-)

Zusatztipp:
Überall dort wo es grosse Menschenansammlungen hat gibt es etwas gratis. Also hin und schauen was es gibt;-)


Und hier noch zwei sehr ernstgemeinte Vorschläge zur Bahnhofverbesserung:

Bahnhofverkehr:
Um den Bahnhofverkehr besser zu steuern sollte man ein System einführen wie auf der Autobahn. Auf der einen Seite geht man den Bahnhof auf und auf der anderen ab. Dazu sollte jede Seite drei Spuren habe. Eine für schlenderer, Körperlich Beeinträchtigte, Ältere Menschen und Kranke. Eine für die schnelleren und eine ü die ganz schnellen, die rennen. Dazu sollte es "Rastplätze" geben wo man sich erholen (z.B. Kranke) können, sich verabschieden oder knutschen wollen. Warum sollte an nicht auch den Verkehr im Bahnhof regeln? Das würde einiges vereinfachen.

Schlafmöglichkeiten:
In China gibt es so Bienenwaben Hotels. Also man schläft in einer kleinen Röhre, Röhre an Röhre mit anderen. Warum so was nicht am Bahnhof einführen? Dann könnte man in Wartezeiten kurz ein Nickerchen machen gehen oder wenn man den letzten Zug verpasst hat die Nacht dort verbringen. Man müsste es ja nicht Luxusmässig machen. Man bezahlt etwas bekommen ein Leintuch und gegen nochmals eine Gebühr bekommt man noch eine Decke und Kissen. Damit es nicht soviel Personal braucht, muss jeder Kunde beim Gehen die schmutzigen Sachen wieder abgeben und bekommt eine Gebühr zurück. Wäre doch vielen geholfen damit. Die Müden können schlafen und es werden Arbeitsplätze geschaffen...

Also liebe Bahnhofchefs, wenn euch eine Idee gefällt, könnt ihr euch mit mir in Verbindung setzen und ich kann euch die Ideen noch detaillierter vorstellen;-)


Und zum Schluss noch zwei Tipps gegen Langeweile:
Wenn ihr durch den Bahnhof geht und eine Durchsage kommt von einer Zugverspätung, hört ganz konzentriert durch und wenn sie vorbei ist verdreht die Auen, schüttelt den Kopf und seufzen sie. Was auch gut ankommt, wenn man vor dem Augenverdrehen auf die Uhr schaut. Macht spass, probiert es mal. (jetzt habe ich noch angefangen euch zu siezehn;-))
In Bern hat es neuerings Kameras und auch auf den Gleisen Kästen wo man sieht was die Kameras filmen. Wenn ihr zu zweit seit, kann einer an dem Kasten stehen und der andere vor der Kamera etwas vorführen. Vergessen sollte man einfach nicht, das es auch noch andere Leute hat, die sich auch herrlich darüber amüsieren und es gibt auch sicher Menschen die im Hintergrund die Kameras beobachten. Aber bedenkt mal, mit einer Kleinen Einlage vertreibt man sich die Langeweile, vergnügt damit seinen Partner, die Menschen am Bahnhof und die Menschen hinter de Kamera. Wirklich echt witzig;-)

Kommentare:

Ann hat gesagt…

hihi....herrlich gut beschrieben...du hast mir gerade meinen sonntagmorgen versüsst!!!!
Liebe grüsse Ann

Kirstin hat gesagt…

Urgh ... Jetzt weiß ich wieder, warum ich Auto fahre *zwinker*

Im Ernst, Corinne, haste wirklich treffend, witzig und herrlich genial beschrieben!

Hab' einen wundervollen Sonntag!
Kirstin

Dany, die mit den Katzen strickt. hat gesagt…

Laaaaaachhhhh!!!!!!!
Hihihi!!! Stimmt eigentlich alles was Du schreibst!! ;)
Mam

Anonym hat gesagt…

herzallerliebste corinne... ja, ich gönne dir das ganze Lob zu deinem Beitrag. vergiss jedoch deine mitdenkerinnen zu diesen kuriosen und doch absolut genialen Gedanken nicht! :)

ha di gääärn
Loni <3