Sonntag, 1. April 2012

Pilgern

Kennt ihr das Buch von Harpe Kerkeling wo er über den Jakobsweg schreibt? Ich habe dieses Buch auch, muss aber gestehen, dass ich es nie fertig gelesen habe.... Seit diesem Buch ist das Pilgern auf den Jakobsweg ja der volle Trend. Ich habe mich nun auch entschieden Pilgern zu gehen, was aber absolut nichts mit diesem Buch zu tun hat. Ich hatte schon lange den Traum mal Pilgern zu gehen. Doch ich dachte immer, dass ich das ja eh nicht kann, da ich ja keine Rucksäcke tragen kann wegen meiner Schulter. In letzter Zeit ist der Wunsch aber immer grösser geworden. Zuerst dachte ich, dass ich ins Ausland gehe mit dem Zug eine Rundreise machen. Finde ich immer noch eine tolle Idee. Ich hatte dann aber doch mehr Lust zu laufen wo man auch mehr Fotos machen kann. Zuerst wollte ich einfach loslaufen und schauen wo es mich hintreibt. Doch ich bekam Zweifel. Ich müsste immer kurzfristig eine Unterkunft finden. Dazu möchte ich vorallem in der Natur wandern und wer gibt mir die Garantie dass ich dann nicht von einer Stadt in die nächste laufe.... Ich informierte mich ein wenig im Internet und fand den Jakobsweg der Schweiz. Nach langem informieren habe ich mich also für das Pilgern auf dem Jakobsweg entschieden, oder wie man es heute nennen würde; trekking. Meine Gründe dafür:

- Ich finde die Welt wird immer hektischer wird. Man muss immer erreichbar sein, jeden Tag die Mails checken, immer sofort auf SMS antworten, die Lieblingsserien im Fernseher sehen und und und. Ich möchte mal ein wenig Abstand von Fernseher, Telefon und Internet und wieder mehr Zeit in der Natur verbringen.
- Der Jakobsweg ist beschrieben und beschildert. Ich weiss also ganz genau wo ich entlang muss
- Der Jakobsweg führt grösstenteils durch die Natur
- Tagesetappen sind schon festgelegt. Ich habe also genaue Ziele wohin ich jeden Tag will
- Unterkünfte sind viele schon angegeben. Ich muss also nach 20 Kilometer gehen nicht noch eine Unterkunft suchen
- Der Weg geht immer weiter. Wenn es mich packt kann ich immer wieder auf den Weg gehen und bis nach Santiago gehen. Das heisst mal eine Woche pilgern, wieder nach Hause gehen, in den nächsten Ferien dort weiter machen und so weiter.
- Ich merke, dass ich immer schneller genervt und gestresst bin. Ich denke, dass mir eine Zeitlang in der Natur mit mir selber gut tun wird.
- Ich pilgere NICHT aus religiösen Gründen, sondern wegen mir und der Natur.

Geplant ist, dass ich dieses Jahr beginne. Ich starte in Konstanz und gehe in etwa fünf Tagen bis nach Einsiedeln. Ich bin jetzt schon dabei mich dafür zu informieren und zu trainieren. Ich werde des öfteren nun hier davon berichten. Wenns nicht interessiert kann ja dann einfach diesen Beitrag aus lassen.....

Zu sagen ist auch noch, dass dies erst ein Versuch werden wird. Jede Etappe beträgt ca. 20 Kilometer. Ich weiss nicht ob ich das schaffe. Mein Körper entspricht ja nicht gerade dem einer 24 Jährigen. Ich habe einen Fersensporn der schnell beim gehen schmerzt. Ich habe instabile Fussgelenke die bei Überbeanspruchung sich schon mal versteifen. Dazu habe ich eine Naht auf der Schulter und immer öfters Schulter und Nackenschmerzen. Deshalb bleibe ich erstmal auch in der Schweiz, damit ich schnell wieder zu hause bin wenn es nicht klappt. Natürlich wäre es schade wenn es nicht klappt, aber enttäuscht oder wütend wäre ich nicht. Ich hätte es wenigstens versucht. Ich denke, man sollte auch mal was wagen und nicht immer nur träumen, sonst bereut man es einmal. Ich will nicht in 50 Jahren zurückschauen und denken "warum habe ich es nie versucht". Dann lieber "Ich habe es versucht, aber es ging leider nicht."

1 Kommentar:

verflixteNadel hat gesagt…

Ich freu mich uf regelmässigen Bericht hier :)
Gruss